KONZERTKRITIKEN:
11.11.2010: (WERNER) MUSIKALISCHES ERBE WIEDER ENTDECKT
22.06.2010: (BIBER, ROSENKRANZSONATEN)
DREI FREIGEISTER AN DEN GRENZEN DES MÖGLICHEN
08.01.2010: (ALLA ZINGARA) WIE MAN SICH FREMDES ZU EIGEN MACHT
08.01.2010: (ALLA ZINGARA) VON BRATISLAVA INS BIEDERMEIERBAD
21.04.2010: (FUX) GENIESTREICHE EINES HOFKAPELLMEISTERS
24.03.2010: (MEALLI) KASTRATENMÖRDER UND HOFGEIGER
16.06.2009: (ALLA ZINGARA) FROMMIGKEIT UND LEBENSFREUDE
22.04.2009: (MOUTHON) UNTER DEM STAUB LIEGEN SCHÄTZE VERBORGEN
300-JÄHRIGE MUSIK AUS STIFTSARCHIV: UNVERSTAUBT
06.03.2009: (KOHAUT) KAISERLICHE SEKRETÄRMUSIK
27.09.2008: BIBER, SONATES DU ROSAIRE, Festival "Les Heures des Bernardins"
23.05.2008: JUBILÄUMSSAISON GLANZVOLL ERÖFFNET
20.08.2008: KUNSTFERTIGES BAROCK
05.04.2008: (BERTALI) SÜSSE VERFÜHRUNG IN KLANGWELTEN
05.04.2008: (BERTALI) DIESE ALTE MUSIK WIRKT WAHRE WUNDER
22.11.2007: (RADOLT) ADELIGER TONSCHÖPFER
27.06.2006: (VILSMAYR) FUGE MIT KNALLEFFEKT
04.06.2005: (BACH) IN ABSOLUTER MEISTERSCHAFT
FUX "JULO ASCANIO. RE d'ALBA"
16.11.2004: Aus wiener Schatztruhe
NOV. 2004: Herne "Tage Alter Musik"
DEZ. 2004: Neue Farben und Brücken in die Gegenwart
16.11.2004: Männer mit Frauenstimmen
07.11.2004: (BIBER) ROSENKRANZ IN TÖNEN
24.11.2003: BACH ENTRE VELOURS ET CLARTÉ
20.04.2003: LES SONATES DU ROSAIRE DE BIBERÀ
27.01.2003: LE VIOLON DÉLICAT DE GUNAR LETZBOR
05.07.2002: (BIBER) ROSENKRANZ, HIMMEL HOCH
04.07.2002: (BIBER, ROSENKRANZ) 15 GEHEIMNISSE
05.06.2000: GUNAR LETZBOR, BAROQUE STAR DU VIOLON
"KLANG DER KULTUREN"
2009: "Spanien"
2008: "Moravia"
2008: "Roma"
2007: "Slowenien - Krain"
2006: "Frankreich"
2005: "Italia - Venezia"
2003: "Polen - Krakow"
2002: "Norddeutschland - Lübeck"
2002: "Ungarn"
2001: "Slowakei - Bratislava"
KONZERT:
Musica Austriaca
„ESTERHÀZY“ Gregor Werner und der "G'sanglmacher" Joseph Haydn
OÖ Nachrichten, vom 11. November 2010
Musikalisches Erbe wieder entdeckt
In der Bezeichnung „ars antiqua austria – ensemble für neue barockmusik“ ist das Anliegen des Ensembles mit hervorragenden Kräften unter der kundigen Leitung von Gunar Letzbor am Konzertmeisterpult aussagekräftig festgehalten. Das Ziel heißt, vergessene Werke großer Meister und das Gesamtschaffen vergessener Kleinmeister – oft auch nach Jahrhunderten – wieder zu entdecken. Vorgestellt wurde Kammer- und Vokalmusik von Gregorius Josephus Werner (1695 – 1766), der als Esterhazyscher Hofkapellmeister jetzt ganz im Schatten seines Nachfolgers Joseph Haydn steht und somit so gut wie vergessen ist.
. . . more
KONZERT:
H.I.F. Biber "Rosenkranzsonaten"
Tagblatt, Dienstag, 22. Juni 2010
Drei Freigeister an den Grenzen des Möglichen
Von wegen angestaubt: Historische Musik, von Freigeistern geboten, kann unendlich spannend sein. Das zeigte das Konzert der „Ars Antiqua Austria“ aus Österreich mit den Mysterien-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber in der Wallfahrtskirche von Frauenrain. Genau so strahlend und einnehmend wie das von vielen Besuchern bestaunte alte Gotteshaus auf dem Hügel über Antdorf präsentierten die österreichischen Musiker die Rosenkranz-Sonaten des Salzburger Komponisten. . . . more
KONZERT:
Alla Zingara - Alla Turca
Saale Zeitung vom 08.01.2010
Wie man sich Fremdes zu eigen macht
ARS ANTIQUA AUSTRIA in Bad Bocklet
Was haben Shisha und Döner Kebap mit der Sinfonie Nr. 100 in G-dur (der so genannten „Militärsinfonie“) von Joseph Haydn zu tun? Auf den ersten Blick natürlich nichfs; auf den zweiten gibt's Gemeinsames. [...] Hier waren zart-versonnene Geigenduette zu hören, einsilbige Weisen, seltsam Holpriges, aber Schönes, Spiele mit Echoformen und scharfe Dissonanzen. . . . more
Main Post vom 08.01.2010
Von Bratislava ins Biedermeierbad
Ars Antiqua Austria zelebrieren die Musik der Vielvölker-Monarchie
Von unserem Redaktionsmitglied GERHARD FISCHER
[...] Das Ensemble um den Violinisten Gunar Letzbor findet in den Archiven und Klosterbibliotheken zwischen Wien, Preßburg und Budapest Zeugnisse der Rezeption ungarischer Volksmusik bei den Vor- und Frühklassikern. Der Tonfall zwischen volkstümlicher Ungezwungenheit und Feinsinnigkeit des virtuosen Anspruchs hat dabei etwas sehr Bezwingendes. Die "Alla-turca“-Episoden aus dem Schaffen Haydns oder Johann Josef Fux' mit ihren Trommelknalleffekten sind aber fast nur heiteres Beiwerk zum wirklichen Schatz dieses Abends. [...] . . . more
KONZERT:
J.J.FUX "Partite a 3"
Kronenzeitung vom 21.04.2010
VON BALDUIN SULZER
Leckere Johann J. Fux Verkostung im Linzer Brucknerhaus. Wenn "Ars Antiqua Austria" aus der Märchenwelt des steirischen Barockmeisters musiziert, muss man sich jede der angebotenen "Partite a 3" auf der Zunge zergehen lassen: die Poesie des "non-vibrato", der geschärften Akzente, der elitären Bogengeräusche und des tänzerisch schwebenden Idioms in der Melosgestaltung. Der Geiger Gunar Letzbor und seine Barockspezialisten beherrschen ihr "historisches" Gerät bis zur Bravour und fassen frenetischen Beifall aus.
Volksblatt vom 21.04.2010
Geniestreiche eines Hofkapellmeisters
Kein Wagnis, sondern ein Gewinn war der Montagabend mit Gunar Letzbor und seiner Ars Antiqua Austria im Mittleren Saal des Linzer Brucknerhauses. Der Experte für Entdeckungen in der reichen Schatzkiste Alter Musik beendete seinen Saison-Zyklus mit einem reinen Fux-Programm aus neun Partiten. Johann Joseph Fux (1660-1741), dieser größte musikalische Repräsentant des österreichischen Barocks, als solcher viel zu wenig im Bewusstsein, diente ab 1698 bis fast zu seinem Tod als Hofkapellmeister drei "Musik-Kaisern", schrieb außer Kammermusik auch 70 Messen und 18 Opern und ist mit seiner Kompositionsschule "Gradus ad Pamassum" in die Geschichte eingegangen. Wie genial Fux den Kontrapunkt beherrschte, wie sich Harmonie und Melodie mit aller Kunstfertigkeit immer in einem bestimmten gesetzmäßigen Ablauf vereinen, demonstrierte Letzbors Ensemble auf unterhaltsame Weise. Natürliche Eleganz einerseits, anderseits der schlichtvirtuose Ausdruck und die erfrischenden Tempi sorgten für ein ausgewogenes Klangbild, das die unterschiedlichen Charaktere der Stücke mit feinem Kunstsinn nachzeichnete. Gemeinsam mit Ilia Korol (Violine), Jan Krigovsky (Violone), Norbert Zeilberger (Orgel, Cembalo) und Hubert Hoffmann (Laute) konnte Letzbor als Primus inter pares seine Partner in einen regelrechten Klangrausch versetzen, so animiert und keine Minute eintönig war ihr Spiel. Auf das Publikum wirkte es überaus ansteckend.
Georgina Szeless
KONZERT:
Giovanni Antonio Pandolfi Mealli
OÖ Nachrichten vom 24. März 2010
Von Michael Wruss
Konzert: Kastratenmörder und Hofgeiger
Es ist nicht immer leicht, die Biographie von Persönlichkeiten aus der Vergangenheit lückenlos zu klären. Immer wieder kommt ein Mosaikstein dazu, der dann, wie in diesem Fall, einen Komponisten in neuem Licht erscheinen lässt: Giovanni Antonio Pandolfi Mealli. Von ihm weiß man nur, dass er um 1652 nach Innsbruck übersiedelte und dort am ersten Opernhaus nördlich der Alpen als Geiger und Komponist tätig war. Nach 1660 verlor sich seine Spur. Nun weiß man, dass er später in Süditalien weilte, dort einen Kastraten erstach und auf abenteuerliche Art und Weise nach Madrid floh. Wann und wo er starb, ist weiterhin genauso unbekannt wie sein Geburtsort und -jahr. Doch seine beiden Sammlungen von Violinsonaten, 1660 als Opus 3 und 4 in Innsbruck gedruckt und dem Erzherzog Ferdinand Karl und seiner Gemahlin Anna von Medici gewidmet, gehören zum Bedeutendsten, was im damaligen Österreich an virtuoser Geigenmusik hervorgebracht wurde.
Strenges Programm
Interessant auch, dass jede Sonate einem Mitglied der Hofkapelle gewidmet ist, so z. B. die 6. Sonate aus Opus 3, die den „Paganini“ der Zeit, Roberto Sabbatini, als Widmungsträger vermuten lässt: „La Sabbatina“. Mealli bedient sich einer hoch expressiven Musiksprache, die auch harmonisch in einigen Belangen weit über das Übliche seiner Zeit hinausgeht. Jede Sonate hat ihren Reiz, der bei Ars Antiqua Austria vor allem durch die ständig wechselnde Continuo-Besetzung verstärkt wurde. Mit Violone, Laute, Colascione, Barockgitarre, Orgel und Cembalo ist schon einiges an klanglicher Farbgestaltung möglich. Gunar Letzbor schwebte teilweise frei musizierend über dem festen Fundament und verlieh den Sonaten großen emotionalen Impetus. Für das Publikum war es nicht leicht, zweieinhalb Stunden mit der Musik eines Komponisten und Werken, die doch ähnlich strukturiert sind, auszuhalten. Ob da nicht Querverweise zu Zeitgenossen die Strenge des Programms etwas auflockern würden?
Märkische Allgemeine vom 16.Juni 2009
MUSIKFESTSPIELE: Ars Antiqua Austria ließ "Wiener Blut" fließen
POTSDAM: [...] Wie in Ekstase spielen die Geiger um die Wette, versuchen sich gegenseitig zu übertreffen, um wieder innezuhalten, einander neue klagende, wehmütige Geschichten zuzurufen - und sich zum nächsten Höhepunkt hinaufzuspielen. Der Tanz ist hier Befreiung, pure Lebensfreude. Ansteckend. . . . more
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KONZERT:
DAS RÄTSEL UM SIGN. MOUTHON
OÖ NACHRICHTEN vom 22.04.2009
Unter dem Staub liegen Schätze verborgen
Konzert: Großartige Interpretationen des Ensembles „Ars Antiqua Austria“ im Linzer Brucknerhaus
Neue Alte Musik! Ein Ding der Unmöglichkeit? Nein, man braucht nur in den Archiven, Klosterbibliotheken und sonstigen Musiksammlungen den Staub zur Seite schieben [...]
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„KRONE“-Kritik
VON BALDUIN SULZER
Konzert: Das Rätsel um Sign. Mouthon
[...] musikantisch, tänzerisch, spritzig und fetzig gearbeitete Piecen, die in ihren oft aphoristisch kurzen Formen aberwitzige Virtuosität mit unterhaltsam geräuschhafter Klangentwicklung anbieten. [...]
. . . more
Volksblatt / KULTUR vom 22.04.2009:
300-jährige Musik aus Stiftsarchiv: unverstaubt
[...] Es [das Publikum] durfte unbekümmert das Ars-Antiqua-Ensemble, das sich dem österreichischen Barock verschrieben hat, mit seiner unvergleichlichen Musizierart in punkto Transparenz und Artikulation bei einem spannenden Experiment genießen.[...]
. . . more
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KONZERT:
KARL KOHAUT: ICH WAR DER LAUTENIST HAYDNS
KRONENZEITUNG VOM 06.03.2009
Von Balduin Sulzer
"Ars Antiqua Austria" gewärte im Linzer Brucknerhaus einen horizont-erweiternden
Einblick in die musikgeschichtlichen Hinterhöfe des 18. Jahrhunderts
und präsentierte an etlichen Piecen des Wiener Komponisten Karl Kohaut üppig blühende Mauerblümchen, darunter technisch aufwändige
Arbeiten für konzertante Laute (Hubert Hoffmann) und eine vielgestaltig
strukturierte "Sinfonia". Viel Beifall.
OÖ NACHRICHTEN vom 06.03.2009
Konzert: Abwege in das Umfeld der Wiener
Klassik
Kaiserliche Sekretärsmusik
Ars Antiqua Austria begab sich am Mittwoch im Brucknerhaus auf Abwegen in das Umfeld der Wiener Klassik. Sonst eher bei österreichischer bzw. habsburgischer Barockmusik zuhause, überraschte der zweite Abend im Ars-Antiqua-Austria-Abonnement mit Musik von Karl Kohaut. [...]
. . . more

http://www.musebaroque.fr/Concerts/bernardins_biber.htm
Chronique Festival
Biber, Sonates du Rosaire
Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor
Heinrich Ignaz Franz von BIBER
Sonates du Rosaire : sonates XI à XV (Les Mystères glorieux) et Passacaille de l'Ange gardien
Ars Antiqua Austria : Jan Krigovsky (violone), Daniel Oman (guitare baroque et colachon), Norbert Zeilberger (orgue et clavecin), Gunar Letzbor (violon et direction), Macha Makeïeff (récitante)
Festival "Les Heures des Bernardins", concert des Sexte,
Paris, 27 Septembre 2008
Une interprétation sulfureuse
Les Heures des Bernardins se suivent et ne se ressemblent pas. Après la pureté de La Venexiana, Ars Antiqua Austria a livré une vision âpre, rude et déstructurée des Sonates du Rosaire de Biber auxquels nous avons assisté à la 3ème partie qui comprenait les Mystères glorieux et l'admirable Passacaille en sol mineur. Les morceaux étaient entrecoupés de courts extraits de La Vie de Marie de R.M. Rilke, déclamés avec emphase par Macha Makeïeff.
Pour ceux qui, comme nous-mêmes, chérissaient l'enregistrement qu'AAA avait fait de cet opus-phare de Biber, il n'y eut pas de surprise. Le public, en revanche, a paru fortement troublé par une interprétation sulfureuse et violente, d'un mysticisme intense. Gunar Letzbor a joué les sonates sur trois violons différents à la fois dans leurs accords (procédé de scordatura) et dans leurs sonorités. Particulièrement inspiré, refusant délibérément la recherche du "beau son", le violoniste a laissé libre court à un discours échevelé, imprévisible et très personnel, véritable analyse introspective, sombre et douloureuse. Le son grainé voire grinçant des cordes écrasées, les changements innombrables de tempos, le refus de la mélodie qu'on retrouve démembrée et pantelante en ont ému - ou choqué - plus d'un. Et pourtant, que de talent et d'investissement dans cette prestation sans concession où l'artiste s'est dévoilé intégralement jusqu'à l'épuisement. Douceur passagère, exubérance coupable, repentir anxieux. Suspendus à un archet qui se fait confession, oubliant la belle rosace qui éclairait en contre-jour cet auditorium niché dans les combles, oubliant l'excellent continuo et notamment la guitare baroque de Daniel Oman dans la sonate 14, nous avons simplement pensé comme Hamlet: "What a piece of work is a man".
Viet-Linh Nguyen
Mühlacker Tagblatt (Deutschland) vom 23.Mai 2008
Maulbronner Klosterkonzerte:
OÖ NACHRICHTEN vom 20.08.2008
Linz: Feine Abendmusik mit Letzbor
Kunstfertiges Barock
Abendmusik: Konzert u.a. mit Gunar Letzbor in der Linzer Ursulinenkirche
(18. 8.)
Gunar Letzbor ist unermüdlicher Entdecker österreichischer Barockmusik
und hat am Montag bei Abendmusik in der Ursulinenkirche wieder
einige seiner Schätze präsentiert. [...]
. . . more
NACHRICHTEN vom 5. April 2008
Süße Verführung in
Klangwelten
[...] Musik, die in ihrer noblen Zurückhaltung umso mehr berührte.
Vor allem dann, wenn Musiker wie Gunar Letzbor und seine Ars Antiqua
Austria-Mitstreiter die in Rätseln verschlüsselten Noten
derart hinreißend zu entziffern wussten. So wurde aus den 12 Sonaten
der 1671 posthum gedruckten Sammlung [von Antonio Bertali] Prothimia
Suavissima (= süßeste Zuneigung) eine wahre süße
Verführung in frappierende Klangwelten. [...]
...more
[... ] Hofkapellmeister Antonio Bertali mit einem zwölfteiligen Sonatenwerk vom Feinsten. Allerdings für den Interpreten, der sie ausgräbt. und für seinen Gebrauch bearbeitet, nicht ganz so entspannend wie für den Zuhörer. Denn der findige Komponist hat absichtlich Fehler eingebaut, um wenig versierte Musiker an der Misshandlung seiner Werke zu hindern. Gunar Letzbor, neben seiner unbestrittenen musikalischen Überlegenheit auch ein talentierter Moderator, erklärte unterhaltsam und sichtlich stolz die Entstehung der spielbaren Version. [...] ...more
NACHRICHTEN vom 22. November 2007
WENZEL LUDWIG FREIHERR VON RADOLT
"Der Aller Treuesten ... Freindin..." (1701)
Adeliger Tonschöpfer
1701 wurde seine [Radolts] Sammlung von Konzerten, Symphonien, Toccaten,
Capricci und anderer Spezereien in Wien gedruckt und dürfte
wohl seit dieser Zeit nicht mehr erklungen sein. Das Besondere ist die
Verwendung mehrerer, im d-Moll-Konzert sogar von drei Lauten gleichzeitig.
[...]
Und so war in den an diesem Abend vorgestellten Stücken tatsächlich
so wohl Fröhlicher als Trauriger Humor zu finden, der
die Innersten Gemuets Regungen nur so bediente. Das allerdings
auch aufgrund der unglaublich musikantischen Umsetzung durch Ars Antiqua
Austria. [...]
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SÜDDEUTSCHE,
Dienstag, 27. Juni 2006
Fuge mit Knalleffekt
Stringent und virtuos: Gunar Letzbor im Musiksommer
Man traute seinen Ohren nicht. Da beginnt die Gigue aus Johann Joseph Vilsmayrs 3. Partita c-Moll für SoloVioline von 1715 in volkstümlichem, munterem
Rhythmus, als plötzlich die Musik: abbricht. Eine kurze Fermate, ein
flehendes, gedehntes Innehalten. [...]
. . . more
NACHRICHTEN 4. JUNI 2005
ST. FLORIAN: Gunar Letzbor begeisterte bei "Fiori Musicali"
In absoluter Meisterschaft
...Genauso prachtvoll musiziert die ebenfalls kaum gespielten Fantasien
Telemanns, die bereits auf Bachs Solowerk aufbauen, von dem die berühmte
d-Moll-Partita dann auch den Schluss bildete. Hier zeigte sich die absolute
Meisterschaft
Letzbors. Er wusste die höchst
komplizierten polyphonen Strukturen plausibel zu entschlüsseln. Tauchte
diesen Kosmos intellektueller Schönheit auch mit seinem edlen Instrument
in vielschichtig abgetönte Klangfarben... more
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Johann Joseph Fux:
"Julo Ascanio. Re dAlba"
KÖLNER STADTANZEIGER 16.NOVEMBER 2004
Aus der Wiener Schatztruhe
Die „Tage Alter Musik" in Herne endeten mit der gelungenen konzertanten
Aufführung einer unbekannten Fux-Oper.
Abschlusskonzert der „Tage Alter Musik" in Herne – das
Ensemble „Ars Antiqua Austria" mit der konzertanten Darbietung
der Oper „Julo Ascanio, Re d'Alba" (1708 in der Wiener Hofburg
uraufgeführt) ...
...Gunar Letzbor leitete die von ihm erst 1995 gegründete und so temperamentvoll
wie konzentriert aufspielende Crew „von der Violine aus", die
er bei der Arienbegleitung im Vivaldi-Stil auch virtuos einzusetzen wusste.
Bei den Sängern überzeugte vor allem der „Sopranist"
(ein wahrlich rar besetztes Fach) Radu Marian durch glänzende klare
Höhe. Ein großer Vorzug der Aufführung: Letzbor und seine
Mannen neigen nicht dazu - wie die Pioniere der Alte-Musik-Bewegung-, Phrasen
artikulatorisch zu zerhacken. So kamen auch die Lyrismen der Partitur zu
ihrem Recht. Kurzum: ein gelungener Ausklang der diesjährigen Tage
Alter Musik.... more
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theater pur, Nov 2004
Herne: "Tage Alter Musik"
Johann Joseph Fux: "Julo Ascanio. Re dAlba"
[...] Eine absolute Rarität wurde am 14.11. im Kulturzentrum halbszenisch
aufgeführt und live im WDR3 übertragen. Die Oper Julo Ascanio,
Re d'Alba, des steirischen Musikers und späteren Hofkomponisten
des Habsburgers Leopold I, Johann Joseph FUX (1860-1741). [...] Unter der
Leitung des Soloviolinisten Gunar Letzbor spielte die Ars Antiqua Austria
[...] eine strenge, vielfach beschwingte Musik in dem vermischten Stil [...]
more
Nmz neue Musikzeitung, Dez 2004 / Seite 37
Aus:
Neue Farben und Brücken in
die Gegenwart
[...] Als musikalischer Höhepunkt der Tage alter Musik in Herne
erwies sich jedoch das letzte Konzert mit dem glänzend aufgelegten
Ensemble "Ars Antiqua Austria" unter Gunar Letzbor. Sie nahmen
sich der Huldigungsoper "Julo Ascanio, Re d'Alba von Johann Joseph
Fux an. An der Spitze der exzellenten Interpretenriege Radu Marian, der
einzige Sänger der Gegenwart mit einer natürlichen Sopranstimme.
Ruhr Nachrichten Dortmund, Rubrik Kultur, vom 16.11.2004
Aus:
Männer mit Frauenstimmen
Konzert: Spannender Abschluss der "Tage Alter Musik
in Herne"
[...]
Das wohl Spannendste an der knapp zweistündigen Fux-Oper aber war die
farben- und abwechslungsreiche Instrumentierung und deren Realisierung durch
Mitglieder des Ensembles Ars Antiqua Austria unter Leitung seines ersten
Geigers Gunar Letzbor. [...] more
SALZBURGER NACHRICHTEN - KULTUR 11.08.2004
Rosenkranz in Tönen
"Musik & Dichtung" mit Peter
Simonischek
Es habe nach Biber nie wieder ein Komponist den Versuch gewagt, das
Rosenkranzgebet unmittelbar in "absolute" Musik umzusetzen, eben weil
der Instrumentalmusik die Worte fehlten. So formulierte es Domdechant
Johannes Neuhardt, der die literarischen Beiträge für den Abend "Musik &
Dichtung" am Montag in der Stiftskirche St. Peter ausgesucht hatte.
Damit hat er natürlich recht - und doch auch wieder nicht.... more
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24 heures LE GRAND QUOTIDIEN VAUDOIS, 24.11.2003
Bach entre velours et clarté
A Lausanne, deux magnifiques concerts prolongent le festival.
MUSIQUE BAROQUE Ars Antiqua Austria a tenu ses promesses vendredi soir, dans
le cadre du Festival Bach, à Lausanne, qui s'achève le 30 novembre.
La formation, emmenée par son violon solo Gunar Letzbor, s'est distinguée
par un son particulièrement chaud et velouté (d'autant plus
admirable que l'acoustique de la salle Paderewski est sèche - parfois
cruellement), une remarquable cohésion ainsi que par une recherche
stylistique aboutie. Des uvres de Jean-Sébastien Bach, de son
cousin Johann Bernhard et de son fils Jean-Chrétien étaient
abordées dans un style français... more
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DERNIÈRES NOUVELLES D'ALSACE, 20 Avril 2003
Les sonates du Rosaire de Biberà
Unterlinden à Colmar
€ € € Le concert de Vendredi saint au musée Unterlinden
de Colmar, dans la chapelle qui abrite le joyau qu'est le Retable d'Issenheim,
propose chaque année aux mélomanes des musiques souvent peu
connues, mais fort intéressantes, pour la Passion. Cette fois, au centre
du programme, les sonates du mystère du Rosaire de Karl Ignaz Biber,
interprétées par l'ensemble Ars Antiqua Austria...
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OUEST FRANCE Nantes, Lundi 27 janvier 2003
Le violon délicat de Gunar Letzbor
Lorsqu'il arrive sur scène, il im-pressionne. Physiquement. Gunar
Letzbor est taillé comme un athlète ! Pas ie marathonien filiforme.
Plutôt le lanceur de marteau. Solide. Presque massif. Mais lorsque les
premières notes s'élèvent, surprise ! Le violoniste a
la délicatesse d'un papillon. Légèreté, transparence,
couleur... Couleurs ; changeantes, étonnantes, diaphanes ou profondes...
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SUEDDEUTSCHE.DE, vom 5.07.2002
Opernfestspiele: Rosenkranz
Himmel hoch
Den Opfern der Flugzeugkatastrophe am Bodensee war der Abend von Festspiel
mit der Gesamtaufführung der Sonaten über die Mysterien des Rosenkranzes
von Heinrich Ignaz Franz Biber gewidmet. Vielleicht hat das die Sensibilität
so manchen Konzert-besuchers in der Herz-Jesu-Kirche noch geschärft,
aber auch ohne diesen tragischen Bezug wäre jeder, der ausgeharrt hatte
und nach dreieinhalb (!) Stunden die musika-lische Krönung Mariens erlebte,
berührt und bereichert nach Hause gegangen...
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MÜNCHNER MERKUR, vom 4.07.2002
15 Geheimnisse
Opernfestspiele: "Rosenkranz-Sonaten"
Ganz fein, ganz erlesen kann es auch zugehen bei Münchens Opernfestspielen.
Zum Beispiel in der Herz-Jesu- Kirche. Dort forschte man nach den "Mysterien
des Rosenkranzes" und hielt das Publikum fast vier konzentrierte Stunden
hindurch bis weit nach Mitternacht in Atem... more
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OUEST FRANCE Nantes, Lundi 5 juin 2000
Gunar Letzbor, baroque star du violon
Chaude ambiance, lundi dernier, au musée des Beaux-Arts, pour accueillir
le feu sous la glace en la personne de Gunar Letzbor, personnage atypique
s'il en est de la musique baroque. II n'enlève pas sa chemise, mais
sous son smoking de scène bat un cur de rocker...
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Kostbare Klang-Raritäten
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,293174
Im Brucknerhaus ist die Alte Musik beim Linzer Ensemble „Ars Antiqua Austria“ unter Gunar Letzbor in ausgezeichneten Händen. Die am Mittwoch begonnene dritte Saison widmete sich dem „Klang der Kulturen – Spanien“. Die sechs Mitglieder des Ensembles sind ohne Unterschied in ihrem Fach große Könner. Herauszuheben: Sopranist Radu Marian mit höchst beweglichem und höhensicherem Organ, der deutlich artikulierende Tenor Markus Miesenberger – auch als Geiger eingesetzt – sowie Pierre Pitzl als Meister auf Barockgitarre und Colascione. Für eine solistische Rarität auf der Laute sorgte Hubert Hoffmann mit subtilem Spiel.
Eine besondere Rarität waren einige Kostproben aus der Oper „Orpheus und Euridice“, komponiert vom österreichischen Kaiser Leopold I. (1640–1705). Lebhafter Beifall. (fz)
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Barocke Gustostückerl
Ein Sammelsurium an Gustostückerln, perfekt zusammengestellt und im Rahmen einer fiktiven Geschichte schwungvoll präsentiert. Darunter Nikolaus Fabers Sonate in E Dur, eine der delikatesten Petitessen des Abends, virtuos von Letzbor und Norbert Zeilberger (Cembalo) angerichtet. ... more
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Italien von seiner allerschönsten Saite
Virtuoses Geigenspiel: Gunar Letzbor gastierte mit Barockmusik im Brucknerhaus (Linz).
Das Ensemble "Ars Antiqua Austria" mit Gunar Letzbor an der Spitze
verpasste der zahlreichen Zuhörerschaft im mittleren Saal des Linzer
Brucknerhauses eine ausgiebige Portion selten zu hörender Barockmusik. ... more
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Prachtvolles Ende einer musikalischen Reise
Seit dem Jahr 2001 hatten der Geiger Gunar Letzbor und sein Ensemble Ars Antiqua Austria in der Reihe "Klang der Kulturen" Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aus allen Teilen Europas zum Klingen gebracht, lange vergessene Werke von kaum bekannten Komponisten zumeist. Gerade diese Entdeckungen gaben den Konzerten ihren besonderen Reiz, die ganze Vielfalt des barocken Musiklebens wurde so deutlich. Ein äußerst verdienstvolles Unterfangen war diese Reihe, lehrreich auf der einen Seite und außerdem von hohem Unterhaltungswert. ... more
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Die Leichtigkeit des französischen Stils
LÜBECK - Die Konzertreihe "Klang der Kulturen" im Behnhaus
offenbart immer wieder überraschende Einblicke in die musikalische
Welt der Barockzeit. Der französische Musik-Stil jener Zeit mit seiner
tänzerischen Leichtigkeit und .die Umsetzung in Süddeutschland
und Osterreich etwa - und damit die Relativierung des Begriffs Leichtigkeit".
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Reise ins barocke Venedig
Konzert in der Reihe "Klang der Kulturen" im Behnhaus
LÜBECK - Man erlebt selten eine solche Stimme wie die von Radu Marian.
[...] Perfektes Zusammenspiel, großes technisches Können, Gefühl
für die 300 Jahre alte Musik: Diese zweieinhalb Stunden vergingen wie
im Flug. ... more
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4. Musikalische Reise Polen am 17.02.2003
Kultur ohne Grenzen: Musik aus Krakau
LÜBECK - " Von den polnischen Geigln zur Mazurka" lautete
das Motto der vierten musikalischen Reise des Ensembles Ars Antiqua Austria
mit Musik aus Renaissance und Barock.[...] Als Gast aus Krakau hatten die
wandernden Musikanten aus Österreich die Sopranistin Katarzyna Wiwer
eingeladen. Die ausgewiesene Spezialistin für alte Musik bewies, bei
ernsten kirchlichen Gesängen ebenso wie bei frivolen Liebesballaden,
große gestalterische Fähigkeiten.
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3. Musikalische Reise Norddeutschland am
14.10.2002
Barockmusik mit einem guten Schuss Humor
LÜBECK - Die Szene für Alte Musik in Lübeck ist etwas müde
geworden. Die Reihe "Klang der Kulturen- Kultur des Klanges",
diese musikalische Reise durch das barocke Europa, erweist sich zunehmend
als Bereicherung dieses Teils des Lübecker Musiklebens. [...]
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2. Musikalische Reise Ungarn am 25.02.2002
Tanzmusik im Konzertsaal-Ambiente
LÜBECK - ...Nur sind die Menschen und ihre Gewohnheiten nicht mehr
dieselben. Und so kommt es zu der Kuriosität, dass die Gebrauchsmusik
längst vergangener Zeit durch ein abwechselnd mucksmäuschenstilles
und applaudierendes Publikum zu konzertanter Kunstmusik wird. [...]
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1. Musikalische Reise Slowakei am 24.09.2001
Die klagende Flöte des Schäfers
LÜBECK - Zierlich hält Jan Krigovsky, in Slowakische Tracht gekleidet,
die kleine pfeife Koncovka in der linken Hand. Er entlockt dem barocken
Instrument fremdartige, klagende Töne, während seine Schwester
Martina dazu sachte das Cymbal schlägt. [...] Dennoch liegen Welten
zwischen der feierlich-getragenen Kunstmusik und der ursprünglichen
Musik des einfachen Volkes. So frech und hemmungslos, so traurig, so grenzenlos
fröhlich ging es bei Hofe doch nicht zu.
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